Advent und Weihnachten

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04 Dez 2014 19:14 #3051 von Güegi
Es gab einmal ein Web in Züüri,
das machte Freude ja mi tüüri.
Doch plötzlich Mensch oh Graus,
landet das Web im Krankenhaus.
Der Schmutzli wollt vergebens helfen,
doch Klaus der wollte nicht mehr schleifen.
Da hilft nun auch kein neues Office,
es mangelt einfach an der Praxis.
So nimmt die Zeit nun seinen Lauf,
die braven User sind wohlauf.
Es juckt und schmerzt wenn man dran denkt,
wieviel Freude uns das arme Web geschenkt.
Doch endlich nun aus den Ruinen,
steigt weisser Rauch aus den Kaminen.
Verteilt sich schön im Mittelland,
wir freuen uns im Festgewand.
Trotzdem können wir Beisammensein
auch ohne Hans von Hinkebein.


Erfahrungen sind Massarbeit, sie passen nur zu dem, der sie macht.

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04 Dez 2014 19:18 #3052 von Glögglifrosch
Güegi, toll gedichtet

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend, wie lachen und gute Laune.
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05 Dez 2014 06:25 #3070 von Feschtbrueder
Für alle, die noch kein Verslein für St. Nikolaus haben. ;)

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig, punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern,
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

:-) Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!

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05 Dez 2014 07:59 #3072 von Glögglifrosch
Advent
Vicco v. Bülow alias Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
läuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent.


Nichts in der Welt wirkt so ansteckend, wie lachen und gute Laune.
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05 Dez 2014 12:14 #3074 von Kaninchen
Immer wieder interessant, glögglifrosch :woohoo:

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05 Dez 2014 12:16 #3075 von Kaninchen
Noch ist Herbst nicht ganz entfloh'n,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns hernieder sah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

(Theodor Fontane)


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