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01 Mai 2026 09:43 #58277
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01 Mai 2026 18:21 #58292
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02 Mai 2026 09:12 #58301
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02 Mai 2026 11:38 #58307
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03 Mai 2026 11:55 #58336
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03 Mai 2026 12:48 #58340
von Kaninchen
Die zärtliche Frau und der Tod
Poetische Nacherzählung
Elarine liebte ihren Gatten so sehr,
dass ihr Herz wie ein zweites in seiner Brust schlug.
Was er dachte, dachte sie,
was er fühlte, fühlte sie,
und ihr Glück war nichts als sein Atem neben ihrem.
Doch eines Tages sank er nieder,
bleich wie ein Blatt im Herbstwind.
Elarine wachte an seinem Bett,
Tränen wie Perlen auf ihren Händen,
und in ihrer Verzweiflung rief sie in die Stille:
„Tod, nimm lieber mich – nur lass ihn leben!“
Da trat der Tod, kühl wie ein Schatten, ein
und fragte mit unbewegter Stimme:
„Wer ist es?“
Elarines Herz erstarrte.
Die große Opferbereitschaft,
die eben noch wie ein Feuer in ihr brannte,
flackerte plötzlich klein und ängstlich.
Und sie rief – zu schnell, zu menschlich:
„Hier! Hier liegt er – hier in diesem Bette!“
Der Tod nickte.
Und in diesem Nicken lag die ganze Moral:
Wie leicht die Zunge verspricht,
was das Herz nicht geben will.
So blieb der Mann,
und Elarine blieb auch –
doch der Erzähler lächelt spitz
und behauptet, er habe nun bewiesen,
dass Frauen wandelbar seien
und Männer treuer.
Ob das stimmt, lässt die Fabel offen —
und wir dürfen schmunzeln.
Poetische Nacherzählung
Elarine liebte ihren Gatten so sehr,
dass ihr Herz wie ein zweites in seiner Brust schlug.
Was er dachte, dachte sie,
was er fühlte, fühlte sie,
und ihr Glück war nichts als sein Atem neben ihrem.
Doch eines Tages sank er nieder,
bleich wie ein Blatt im Herbstwind.
Elarine wachte an seinem Bett,
Tränen wie Perlen auf ihren Händen,
und in ihrer Verzweiflung rief sie in die Stille:
„Tod, nimm lieber mich – nur lass ihn leben!“
Da trat der Tod, kühl wie ein Schatten, ein
und fragte mit unbewegter Stimme:
„Wer ist es?“
Elarines Herz erstarrte.
Die große Opferbereitschaft,
die eben noch wie ein Feuer in ihr brannte,
flackerte plötzlich klein und ängstlich.
Und sie rief – zu schnell, zu menschlich:
„Hier! Hier liegt er – hier in diesem Bette!“
Der Tod nickte.
Und in diesem Nicken lag die ganze Moral:
Wie leicht die Zunge verspricht,
was das Herz nicht geben will.
So blieb der Mann,
und Elarine blieb auch –
doch der Erzähler lächelt spitz
und behauptet, er habe nun bewiesen,
dass Frauen wandelbar seien
und Männer treuer.
Ob das stimmt, lässt die Fabel offen —
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