Advent und Weihnachten 2016
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19 Dez 2016 07:39 - 19 Dez 2016 07:41 #10718
von Kaninchen
Weihnachten von Rudi
Quelle Goethezeitportal www.goethezeitportal.de/index.php?id=4095
Die Weihnacht ist gekommen es grüßen weit und breit
die frohen Kinderherzen die heilige Jubelzeit.
Am düsteren Waldessaume da steht ein kleines Haus
das weiß nichts von dem Feste, das sieht so traurig aus.
Die Mutter sitzt am Tische und starret vor sich hin,
was geht in dieser Stunde der Armen durch den Sinn?
Da öffnet sich die Türe ihr blasses Kind erscheint
"Oh Mutter" ruft der Kleine "das muß man aber sehn,
wie unsere Nachbarskinder ums Weihnachtsbäumchen stehn.
Da brennen viele Lichtlein, ist helle wie am Tag
die Zweiglein tragen Gaben, wie man sie wünschen mag.
Und Sachen wunder niedlich Spielzeug ist auch dabei
und schöne neue Kleidchen und Naschwerk mancherlei.
Das Christkind hats den Kleinen zum Weihnachtsfest gebracht.
Weil sie so brav gewesen hat es an sie gedacht.
Oh Mutter, liebe Mutter hab ich dich wohl gekränkt,
bin ich nicht brav gewesen, daß es an mich nicht denkt?"
Die Mutter faßt das Büblein und drückt es fest ans Herz
und sagt mit halb ersticktem Schmerz:
"Oh gräm dich nicht mein Lieber, du bist ein braves Kind
das unserer Nachbarskinder gewiss nicht braver sind.
Doch gibt es viele Häuschen und viele Kindlein drin,
das Christkind kann auf einmal doch nicht zu Allen hin."
Das Büblein ist zufrieden, es sieht die Tränen nicht,
die aus Mutters Augen im schnellen Laufe bricht.
Ein Jahr ist nun vorüber. Weihnacht ist wieder da
die Mutter strickt am Tische, klein Büblein ist ihr nah.
Sie faltet still die Hände und seufzt "Mein lieber Sohn
du bist im Paradies, 10 lange Monate schon.
Dort steht gewiss ein Bäumlein für dich in goldener Pracht,
dort schenkt dir schöne Gaben die frohe Weihnacht.
Doch ich arme Mutter, ich habs nicht so gemeint."
sie hält die Hand vors Auge und senkt das Haupt und weint.
Autor: unbekannt[/i
Quelle Goethezeitportal www.goethezeitportal.de/index.php?id=4095
Die Weihnacht ist gekommen es grüßen weit und breit
die frohen Kinderherzen die heilige Jubelzeit.
Am düsteren Waldessaume da steht ein kleines Haus
das weiß nichts von dem Feste, das sieht so traurig aus.
Die Mutter sitzt am Tische und starret vor sich hin,
was geht in dieser Stunde der Armen durch den Sinn?
Da öffnet sich die Türe ihr blasses Kind erscheint
"Oh Mutter" ruft der Kleine "das muß man aber sehn,
wie unsere Nachbarskinder ums Weihnachtsbäumchen stehn.
Da brennen viele Lichtlein, ist helle wie am Tag
die Zweiglein tragen Gaben, wie man sie wünschen mag.
Und Sachen wunder niedlich Spielzeug ist auch dabei
und schöne neue Kleidchen und Naschwerk mancherlei.
Das Christkind hats den Kleinen zum Weihnachtsfest gebracht.
Weil sie so brav gewesen hat es an sie gedacht.
Oh Mutter, liebe Mutter hab ich dich wohl gekränkt,
bin ich nicht brav gewesen, daß es an mich nicht denkt?"
Die Mutter faßt das Büblein und drückt es fest ans Herz
und sagt mit halb ersticktem Schmerz:
"Oh gräm dich nicht mein Lieber, du bist ein braves Kind
das unserer Nachbarskinder gewiss nicht braver sind.
Doch gibt es viele Häuschen und viele Kindlein drin,
das Christkind kann auf einmal doch nicht zu Allen hin."
Das Büblein ist zufrieden, es sieht die Tränen nicht,
die aus Mutters Augen im schnellen Laufe bricht.
Ein Jahr ist nun vorüber. Weihnacht ist wieder da
die Mutter strickt am Tische, klein Büblein ist ihr nah.
Sie faltet still die Hände und seufzt "Mein lieber Sohn
du bist im Paradies, 10 lange Monate schon.
Dort steht gewiss ein Bäumlein für dich in goldener Pracht,
dort schenkt dir schöne Gaben die frohe Weihnacht.
Doch ich arme Mutter, ich habs nicht so gemeint."
sie hält die Hand vors Auge und senkt das Haupt und weint.
Autor: unbekannt[/i
Letzte Änderung: 19 Dez 2016 07:41 von Kaninchen.
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19 Dez 2016 08:41 #10720
von Glögglifrosch
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20 Dez 2016 07:32 #10724
von Kaninchen
Christkind im Walde
Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.
Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"
Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.
Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!
Ernst von Wildenbruch (1845-1909)
Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.
Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"
Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.
Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!
Ernst von Wildenbruch (1845-1909)
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20 Dez 2016 08:07 #10727
von Feschtbrueder
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20 Dez 2016 10:16 #10730
von Kaninchen
Danke 
Mögt ihr Rod Stewart ? Ich schon ......
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21 Dez 2016 07:05 #10735
von Kaninchen
21. Dezember . Winteranfang
Ein Lied hinterm Ofen zu singen
Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im Freien an
und läßt's vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn's Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren
(Matthias Claudius)
Ein Lied hinterm Ofen zu singen
Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im Freien an
und läßt's vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn's Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren
(Matthias Claudius)
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