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05 Sep 2020 07:52 #30909
von Kaninchen
Heinrich Seidel
Löwenmacher
Drei Brahmanensöhne gingen,
wohl geschickt in allen Dingen,
wandern in die weite Welt.
Sie gedachten,vieles Geld
Dort,vermöge ihre Kunst,
Ehrenstellen,Fürstengunst,
Ruhm und Beifall zu erlangen
und dereinst im Glück zu prangen.
Was im Kopf nur wollte haften
von geheimen Wissenschaften,
hatten alles sie gelernt,
jahrelang der Welt entfernt.
In der schwarzen Kunst Bereich
tat es ihnen keiner gleich,
und was war und was gewesen,
alles hatten sie gelesen.
Eines Tags mit schnellen Tritten
kam ein Wandersmann geschritten,
schloss sich diesen dreien an.
"Sprich,wer bist du,fremder Mann?"
Dieser gab das Wort zurück:
"Fürstengunst und Ruhm und Glück
in der Welt mir zu gewinnen,
zieh ich aus mit leichten Sinnen!"
"Sprich,was lerntest du,was weißt du?
Welcher Künste Meister heißt du?"
"Lernen tat ich nichts,ihr Herrn!
Ich vertraue meinem Stern.
Ich bin pfiffig und gewandt,
und gesund ist mein Verstand,
Das genügt bei allen Sachen,
um damit sein Glück zu machen!"
"Ach,umsonst ist all dein Streben!
Dafür wird kein Mensch was geben!
Wandre nur in guter Ruh
wieder deiner Heimat zu!
Aber wir - wir sind gelehrt!
Uns're Kunst ist Goldes wert!
Der Verstand ist das Gemeine,
doch Gelehrsamkeit das Feine!"
Als sie eben so gesprochen,
fanden eines Löwen Knochen
sie am Wege rings verstreut,
und der eine rief erfreut:
"Ha,nun zeiget diesem Mann,
was ein jeder von uns kann!
Ward uns doch die Kunst gegeben,
diesen Löwen zu beleben!"
Und die Knochen nahm der eine,
legte sorgsam Bein zu Beine,
und der zweite fügte dann
Fleisch und Fell behutsam an.
Doch der dritte sprach: "Nun seht,
was ein weiser Mann versteht!
Jetzt will ich in seine Nasen
den lebend'gen Odem blasen!"
Doch der Fremde rief: "Ihr wisst es,
denkt daran,ein Löwe ist es!
Glaubet mir,er frisst euch auf!"
Doch der dritte schrie darauf:
"Meinest du,der Weisheit Kraft
und die Kunst der Wissenschaft
soll in meinen Händen schlafen,
da wir es so günstig traten?!"
"Ach,entschuldigt, " sprach der vierte,
"wenn ich ungelehrsam irrte.
Gebt mir eines Weilchens Raum,
bis ich stieg auf jenen Baum!"
Als er saß auf sich'rem Ast,
rief der dritte: "Aufgepasst!
Jetzt wird meine Kunst das Leben
diesem toten Löwen geben!"
Hei! wie sich das Untier reckte
und die mächt'gen Glieder streckte,
mit dem Schweif die Flanken schlug
und so stolz die Mähne trug!
Brüllte darauf grauenhaft,
schlug mit seiner Pranken Kraft
alle drei zu Boden nieder
und verzehrte ihre Glieder. -
Als der Löwe fortgegangen,
stieg der Fremde ohne Bangen
von dem sicher'n Ast herab,
griff zu seinem Wanderstab,
sprach: "Zwar bin ich ungelehrt,
doch Verstand ist auch was wert!
Hätt' ich solche Kunst besessen,
wär' auch ich mit aufgefressen!"
Löwenmacher
Drei Brahmanensöhne gingen,
wohl geschickt in allen Dingen,
wandern in die weite Welt.
Sie gedachten,vieles Geld
Dort,vermöge ihre Kunst,
Ehrenstellen,Fürstengunst,
Ruhm und Beifall zu erlangen
und dereinst im Glück zu prangen.
Was im Kopf nur wollte haften
von geheimen Wissenschaften,
hatten alles sie gelernt,
jahrelang der Welt entfernt.
In der schwarzen Kunst Bereich
tat es ihnen keiner gleich,
und was war und was gewesen,
alles hatten sie gelesen.
Eines Tags mit schnellen Tritten
kam ein Wandersmann geschritten,
schloss sich diesen dreien an.
"Sprich,wer bist du,fremder Mann?"
Dieser gab das Wort zurück:
"Fürstengunst und Ruhm und Glück
in der Welt mir zu gewinnen,
zieh ich aus mit leichten Sinnen!"
"Sprich,was lerntest du,was weißt du?
Welcher Künste Meister heißt du?"
"Lernen tat ich nichts,ihr Herrn!
Ich vertraue meinem Stern.
Ich bin pfiffig und gewandt,
und gesund ist mein Verstand,
Das genügt bei allen Sachen,
um damit sein Glück zu machen!"
"Ach,umsonst ist all dein Streben!
Dafür wird kein Mensch was geben!
Wandre nur in guter Ruh
wieder deiner Heimat zu!
Aber wir - wir sind gelehrt!
Uns're Kunst ist Goldes wert!
Der Verstand ist das Gemeine,
doch Gelehrsamkeit das Feine!"
Als sie eben so gesprochen,
fanden eines Löwen Knochen
sie am Wege rings verstreut,
und der eine rief erfreut:
"Ha,nun zeiget diesem Mann,
was ein jeder von uns kann!
Ward uns doch die Kunst gegeben,
diesen Löwen zu beleben!"
Und die Knochen nahm der eine,
legte sorgsam Bein zu Beine,
und der zweite fügte dann
Fleisch und Fell behutsam an.
Doch der dritte sprach: "Nun seht,
was ein weiser Mann versteht!
Jetzt will ich in seine Nasen
den lebend'gen Odem blasen!"
Doch der Fremde rief: "Ihr wisst es,
denkt daran,ein Löwe ist es!
Glaubet mir,er frisst euch auf!"
Doch der dritte schrie darauf:
"Meinest du,der Weisheit Kraft
und die Kunst der Wissenschaft
soll in meinen Händen schlafen,
da wir es so günstig traten?!"
"Ach,entschuldigt, " sprach der vierte,
"wenn ich ungelehrsam irrte.
Gebt mir eines Weilchens Raum,
bis ich stieg auf jenen Baum!"
Als er saß auf sich'rem Ast,
rief der dritte: "Aufgepasst!
Jetzt wird meine Kunst das Leben
diesem toten Löwen geben!"
Hei! wie sich das Untier reckte
und die mächt'gen Glieder streckte,
mit dem Schweif die Flanken schlug
und so stolz die Mähne trug!
Brüllte darauf grauenhaft,
schlug mit seiner Pranken Kraft
alle drei zu Boden nieder
und verzehrte ihre Glieder. -
Als der Löwe fortgegangen,
stieg der Fremde ohne Bangen
von dem sicher'n Ast herab,
griff zu seinem Wanderstab,
sprach: "Zwar bin ich ungelehrt,
doch Verstand ist auch was wert!
Hätt' ich solche Kunst besessen,
wär' auch ich mit aufgefressen!"
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06 Sep 2020 08:04 - 06 Sep 2020 08:05 #30926
von Kaninchen
Etwas Sonntagslektüre
Börries Freiherr von Münchhausen
Ballade vom Brennesselbusch
Liebe fragte Liebe: »Was ist noch nicht mein?«
Sprach zur Liebe Liebe: »Alles, alles dein!«
Liebe küßte Liebe: »Liebe, liebst du mich?«
Küßte Liebe Liebe:» Ewig, ewiglich!«
---
Hand in Hand hernieder stieg er mit Maleen
von dem Heidehügel, wo die Nesseln stehn,
eine Nessel brach er, gab er ihrer Hand,
zu der Liebsten sprach er: »Uns brennt heiß'rer Brand!«
Lippe glomm auf Lippe, bis die Lust zum Schmerz,
bis der Atem stockte, brannte Herz an Herz.
»Darum, wo nur Nesseln stehn am Straßenrand,
woll'n wir daran denken, was uns heute band.«
Spricht von Treu die Liebe, sagt sie „ewig“ nur,
ach, die Treu am Mittag gilt nur bis zwölf Uhr.
Treue gilt am Abend, bis die Nacht begann,
und doch weiß ich Herzen, die verbluten dran.
Krieg verschlug das Mädchen, wie ein Blatt verweht,
das im Wind die Wege fremder Koppeln geht,
und ihr lieber Liebster stieg zum Königsthron,
eine Königstochter nahm der Königssohn.
Sieben Jahre gingen, und die Nessel stand
sieben Jahr' an jedem deutschen Straßenrand.
Wer hat Treu gehalten? Gott alleine weiß,
ob nicht wunde Treue brennet doppelt heiß!
Bei der Jagd im Walde stand mit schwerem Sinn,
stand am Knick der König bei der Königin,
Nesselblatt zum Munde hob er wie gebannt,
und die Lippe brannte wie sie einst gebrannt:
»Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
wo is myn Tyd 'eblewen,
und wo is myn Maleen?«
»Sprichst mit fremder Zunge?« frug die Königin.
»So sang ich als Junge,« sprach er vor sich hin.
Heim sie ritten schweigend, Abend hing im Land –
seine Lippen brannten, wie sie einst gebrannt!
Durch den Garten streifte still die Königin.
Zu der Magd am Flusse trat sie leise hin,
welche Wäsche spülte noch im Sternenlicht –
Tränen sahn die Sterne auf der Magd Gesicht:
»Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
Wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
ick hev de Tyd 'eweten,
dar was ick nich alleen!«
Sprach die Dame leise: »Sah ich dein Gesicht
unter dem Gesinde? Nein, ich sah es nicht!«
Sprach das Mädchen leiser: »Konntest es nicht sehn,
gestern bin ich kommen, und ich heiß' Maleen!« –
Viele Wellen wallen weit ins graue Meer.
Eilig sind die Wellen, ihre Hände leer.
Eine schleicht so langsam mit den Schwestern hin,
trägt in nassen Armen eine Königin.
---
Liebe fragte Liebe: »Sag, weshalb du weinst?«
Raunte Lieb' zur Liebe: »Heut ist nicht mehr einst!«
Liebe klagte Liebe: »Ist's nicht wie vorher?«
Sprach zur Liebe Liebe: »Nimmer – nimmermehr.«
Börries Freiherr von Münchhausen
Ballade vom Brennesselbusch
Liebe fragte Liebe: »Was ist noch nicht mein?«
Sprach zur Liebe Liebe: »Alles, alles dein!«
Liebe küßte Liebe: »Liebe, liebst du mich?«
Küßte Liebe Liebe:» Ewig, ewiglich!«
---
Hand in Hand hernieder stieg er mit Maleen
von dem Heidehügel, wo die Nesseln stehn,
eine Nessel brach er, gab er ihrer Hand,
zu der Liebsten sprach er: »Uns brennt heiß'rer Brand!«
Lippe glomm auf Lippe, bis die Lust zum Schmerz,
bis der Atem stockte, brannte Herz an Herz.
»Darum, wo nur Nesseln stehn am Straßenrand,
woll'n wir daran denken, was uns heute band.«
Spricht von Treu die Liebe, sagt sie „ewig“ nur,
ach, die Treu am Mittag gilt nur bis zwölf Uhr.
Treue gilt am Abend, bis die Nacht begann,
und doch weiß ich Herzen, die verbluten dran.
Krieg verschlug das Mädchen, wie ein Blatt verweht,
das im Wind die Wege fremder Koppeln geht,
und ihr lieber Liebster stieg zum Königsthron,
eine Königstochter nahm der Königssohn.
Sieben Jahre gingen, und die Nessel stand
sieben Jahr' an jedem deutschen Straßenrand.
Wer hat Treu gehalten? Gott alleine weiß,
ob nicht wunde Treue brennet doppelt heiß!
Bei der Jagd im Walde stand mit schwerem Sinn,
stand am Knick der König bei der Königin,
Nesselblatt zum Munde hob er wie gebannt,
und die Lippe brannte wie sie einst gebrannt:
»Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
wo is myn Tyd 'eblewen,
und wo is myn Maleen?«
»Sprichst mit fremder Zunge?« frug die Königin.
»So sang ich als Junge,« sprach er vor sich hin.
Heim sie ritten schweigend, Abend hing im Land –
seine Lippen brannten, wie sie einst gebrannt!
Durch den Garten streifte still die Königin.
Zu der Magd am Flusse trat sie leise hin,
welche Wäsche spülte noch im Sternenlicht –
Tränen sahn die Sterne auf der Magd Gesicht:
»Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
Wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
ick hev de Tyd 'eweten,
dar was ick nich alleen!«
Sprach die Dame leise: »Sah ich dein Gesicht
unter dem Gesinde? Nein, ich sah es nicht!«
Sprach das Mädchen leiser: »Konntest es nicht sehn,
gestern bin ich kommen, und ich heiß' Maleen!« –
Viele Wellen wallen weit ins graue Meer.
Eilig sind die Wellen, ihre Hände leer.
Eine schleicht so langsam mit den Schwestern hin,
trägt in nassen Armen eine Königin.
---
Liebe fragte Liebe: »Sag, weshalb du weinst?«
Raunte Lieb' zur Liebe: »Heut ist nicht mehr einst!«
Liebe klagte Liebe: »Ist's nicht wie vorher?«
Sprach zur Liebe Liebe: »Nimmer – nimmermehr.«
Letzte Änderung: 06 Sep 2020 08:05 von Kaninchen.
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07 Sep 2020 08:11 #30944
von Kaninchen
Dorfkirche Tempelhof
Detlev von Liliencron
Dorfkirche im Sommer
Schläfrig singt der Küster vor,
Schläfrig singt auch die Gemeinde.
Auf der Kanzel der Pastor
Betet still für seine Feinde.
Dann die Predigt, wunderbar,
Eine Predigt ohnegleichen.
Die Baronin weint sogar
Im Gestühl, dem wappenreichen.
Amen, Segen, Türen weit,
Orgelton und letzter Psalter.
Durch die Sommerherrlichkeit
Schwirren Schwalben, flattern Falter.
Bild Quelle wikiwand
Dorfkirche Tempelhof
Detlev von Liliencron
Dorfkirche im Sommer
Schläfrig singt der Küster vor,
Schläfrig singt auch die Gemeinde.
Auf der Kanzel der Pastor
Betet still für seine Feinde.
Dann die Predigt, wunderbar,
Eine Predigt ohnegleichen.
Die Baronin weint sogar
Im Gestühl, dem wappenreichen.
Amen, Segen, Türen weit,
Orgelton und letzter Psalter.
Durch die Sommerherrlichkeit
Schwirren Schwalben, flattern Falter.
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08 Sep 2020 07:50 #30965
von Kaninchen
Detlev von Lilencron
Heidebilder
Die Mittagssonne brütet auf der Heide,
im Süden droht ein schwarzer Ring.
Verdurstet hängt das magere Getreide,
behaglich treibt ein Schmetterling.
Ermattet ruhn der Hirt und seine Schafe,
die Ente träumt im Binsenkraut,
die Ringelnatter sonnt in trägem Schlafe
unregbar ihre Tigerhaut.
Im Zickzack zuckt ein Blitz, und Wasserfluten
entstürzen gierig dunklem Zelt.
Es jauchzt der Sturm und peitscht mit seinen Ruten
erlösend meine Heidewelt.
In Herbstestagen bricht mit starkem Flügel
der Reiher durch den Nebelduft.
Wie still es ist, kaum hör' ich um den Hügel
noch einen Laut in weiter Luft.
Auf eines Birkenstämmchens schwanker Krone
ruht sich ein Wanderfalke aus.
Doch schläft er nicht, von seinem leichten Throne
äugt er durchdringend scharf hinaus
Der alte Bauer mit verhaltnem Schritte
schleicht neben seinem Wagen Torf.
Und holpernd, stolpernd schleppt mit lahmem Tritte
der alte Schimmel ihn ins Dorf.
bild quelle wikipedia
Heidebilder
Die Mittagssonne brütet auf der Heide,
im Süden droht ein schwarzer Ring.
Verdurstet hängt das magere Getreide,
behaglich treibt ein Schmetterling.
Ermattet ruhn der Hirt und seine Schafe,
die Ente träumt im Binsenkraut,
die Ringelnatter sonnt in trägem Schlafe
unregbar ihre Tigerhaut.
Im Zickzack zuckt ein Blitz, und Wasserfluten
entstürzen gierig dunklem Zelt.
Es jauchzt der Sturm und peitscht mit seinen Ruten
erlösend meine Heidewelt.
In Herbstestagen bricht mit starkem Flügel
der Reiher durch den Nebelduft.
Wie still es ist, kaum hör' ich um den Hügel
noch einen Laut in weiter Luft.
Auf eines Birkenstämmchens schwanker Krone
ruht sich ein Wanderfalke aus.
Doch schläft er nicht, von seinem leichten Throne
äugt er durchdringend scharf hinaus
Der alte Bauer mit verhaltnem Schritte
schleicht neben seinem Wagen Torf.
Und holpernd, stolpernd schleppt mit lahmem Tritte
der alte Schimmel ihn ins Dorf.
bild quelle wikipedia
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09 Sep 2020 07:13 #30977
von Kaninchen
Hermann Löns
Wegewarte
Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.
Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast Deine Augen
Von mir abgewandt.
Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.
Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr.
Wegewarte
Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.
Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast Deine Augen
Von mir abgewandt.
Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.
Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr.
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10 Sep 2020 07:16 #30997
von Kaninchen
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