Gedichte
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27 Jan 2024 15:53 #46709
von Kaninchen
Gedicht über die Katze
Johann Wolfgang von Goethe
Zum Fressen geboren, zum Kraulen bestellt;
In Schlummer verloren - gefällt mir die Welt.
Ich schnurr´ auf dem Schoße, ich ruhe im Bett;
in lieblicher Pose - ob schlank oder fett.
So gelte ich allen als göttliches Tier -
sie stammeln und lallen und huldigen mir.
Liebkosen mir glücklich den Bauch, Öhrchen und Tatz,
und ich wählte es wieder - das Leben der Katz.
Gedicht über die Katze
Johann Wolfgang von Goethe
Zum Fressen geboren, zum Kraulen bestellt;
In Schlummer verloren - gefällt mir die Welt.
Ich schnurr´ auf dem Schoße, ich ruhe im Bett;
in lieblicher Pose - ob schlank oder fett.
So gelte ich allen als göttliches Tier -
sie stammeln und lallen und huldigen mir.
Liebkosen mir glücklich den Bauch, Öhrchen und Tatz,
und ich wählte es wieder - das Leben der Katz.
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28 Jan 2024 10:36 #46715
von Kaninchen
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31 Jan 2024 15:14 #46753
von Kaninchen
Sie liebten sich so zärtlich
Sie liebten sich so zärtlich
wohl manches liebe Jahr;
Sie litten füreinander
und seufzten immerdar -
Doch mieden sie sich wie Feinde
an jedem dritten Orte
kalt waren ihre Mienen,
kurz waren ihre Worte.
Sie mieden sich und litten
in stolzem Schweigen - kaum
daß einem das Bild des Andern
einmal erschien im Traum.
Da kam der Tod - sie mußten
sich auch im Tode trennen,
und konnten in jener Welt
sich gar nicht wiedererkennen.
Michail Lermontow
1814-1841
russischer Dichter
in der Übersetzung von Friedrich Bodenstedt
Sie liebten sich so zärtlich
Sie liebten sich so zärtlich
wohl manches liebe Jahr;
Sie litten füreinander
und seufzten immerdar -
Doch mieden sie sich wie Feinde
an jedem dritten Orte
kalt waren ihre Mienen,
kurz waren ihre Worte.
Sie mieden sich und litten
in stolzem Schweigen - kaum
daß einem das Bild des Andern
einmal erschien im Traum.
Da kam der Tod - sie mußten
sich auch im Tode trennen,
und konnten in jener Welt
sich gar nicht wiedererkennen.
Michail Lermontow
1814-1841
russischer Dichter
in der Übersetzung von Friedrich Bodenstedt
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01 Feb 2024 10:18 #46762
von Kaninchen
Februar
Cäsar Otto Hugo Flaischlen
Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fernstern
und lacht ins Zimmer : wie geht´s ? wie steht´s ?
Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt ...
Du sinnst hinaus über Deine Dächer ...
Du sagst, es sei ein schrecklich Wetter,
man werde ganz krank ! und bist im stillen
glückselig darüber wie ein Kind.
Februar
Cäsar Otto Hugo Flaischlen
Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fernstern
und lacht ins Zimmer : wie geht´s ? wie steht´s ?
Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt ...
Du sinnst hinaus über Deine Dächer ...
Du sagst, es sei ein schrecklich Wetter,
man werde ganz krank ! und bist im stillen
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03 Feb 2024 10:36 #46783
von Kaninchen
Vorschlag zur Güte
Du gefällst mir so wohl, mein liebes Kind,
und wie wir hier beieinander sind,
so möcht ich nimmer scheiden;
da wär es wohl uns beiden.
Sie
Gefall ich Dir, so gefällst Du mir;
Du sagst es frei, ich sag es Dir.
Eh nun ! Heiraten wir eben !
Das übrige wird sich geben.
Er
Heiraten, Engel, ist wunderlich Wort;
Ich meint, da müßt ich gleich wieder fort.
Sie
Was ist´s denn so großes Leiden ?
Geht´s nicht, so lassen wir uns scheiden.
Johann Wolfgang von Goethe
Du gefällst mir so wohl, mein liebes Kind,
und wie wir hier beieinander sind,
so möcht ich nimmer scheiden;
da wär es wohl uns beiden.
Sie
Gefall ich Dir, so gefällst Du mir;
Du sagst es frei, ich sag es Dir.
Eh nun ! Heiraten wir eben !
Das übrige wird sich geben.
Er
Heiraten, Engel, ist wunderlich Wort;
Ich meint, da müßt ich gleich wieder fort.
Sie
Was ist´s denn so großes Leiden ?
Geht´s nicht, so lassen wir uns scheiden.
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08 Feb 2024 10:22 #46831
von Kaninchen
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