Gedichte
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05 Jan 2026 15:01 #55694
von Kaninchen
Das Gedicht „Jahreszeiten“ stammt aus der Feder von Heinrich Seidel.
Grüner Frühling kehret wieder, bringt uns Blüten ohne Zahl,
Und sein fröhliches Gefieder jauchzt in Wald und Wiesental,
Jubelt ob dem Saatenfeld: O, wie herrlich ist die Welt!
Goldner Sommer, da in Bogen hoch die Sonne glänzend geht,
Und mit windbewegten Wogen sanftes Flüstern heimlich weht,
Durch das reiche Ährenfeld: O, wie herrlich ist die Welt!
Brauner Herbst, wo Früchte drängen sich im Garten und im Wald,
Wo von sanften Rebenhängen froh das Lied der Winzer schallt
Über das geleerte Feld: O, wie herrlich ist die Welt!
Weißer Winter - schneeverhangen liegt die Welt in stillem Traum;
In demantnem Glanze prangen Wald und Wiese, Busch und Baum,
Und im Silberschein das Feld: O, wie herrlich ist die Welt!
Ob der Frühling grünt und blühet, Sommer steht in goldnem Kleid,
Ob der Herbst in Farben glühet, ob's im Winter friert und schneit -
Glücklich, wem es stets gefällt: O, wie herrlich ist die Welt!
Das Gedicht „Jahreszeiten“ stammt aus der Feder von Heinrich Seidel.
Grüner Frühling kehret wieder, bringt uns Blüten ohne Zahl,
Und sein fröhliches Gefieder jauchzt in Wald und Wiesental,
Jubelt ob dem Saatenfeld: O, wie herrlich ist die Welt!
Goldner Sommer, da in Bogen hoch die Sonne glänzend geht,
Und mit windbewegten Wogen sanftes Flüstern heimlich weht,
Durch das reiche Ährenfeld: O, wie herrlich ist die Welt!
Brauner Herbst, wo Früchte drängen sich im Garten und im Wald,
Wo von sanften Rebenhängen froh das Lied der Winzer schallt
Über das geleerte Feld: O, wie herrlich ist die Welt!
Weißer Winter - schneeverhangen liegt die Welt in stillem Traum;
In demantnem Glanze prangen Wald und Wiese, Busch und Baum,
Und im Silberschein das Feld: O, wie herrlich ist die Welt!
Ob der Frühling grünt und blühet, Sommer steht in goldnem Kleid,
Ob der Herbst in Farben glühet, ob's im Winter friert und schneit -
Glücklich, wem es stets gefällt: O, wie herrlich ist die Welt!
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06 Jan 2026 14:58 #55732
von Kaninchen
Das Gedicht „Die Heil′gen Drei Könige“ stammt aus der Feder von Heinrich Heine.
Die Heil′ gen Drei Könige aus Morgenland,
sie fragten in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"
Die Jungen und Alten, sie wussten′ s nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.
Der Stern blieb stehen über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil′ gen Drei Könige sangen.
Das Gedicht „Die Heil′gen Drei Könige“ stammt aus der Feder von Heinrich Heine.
Die Heil′ gen Drei Könige aus Morgenland,
sie fragten in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"
Die Jungen und Alten, sie wussten′ s nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.
Der Stern blieb stehen über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil′ gen Drei Könige sangen.
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09 Jan 2026 12:48 #55789
von Kaninchen
Ein rotes Tuch
Ein rotes Tuch war sie für mich
für eine lange Zeit,
dass ich sie so gesehen hab`,
es tut mir heute leid.
Sie ist gebildet, mild und nett
und außerdem sehr schön,
warum hab` ich das nicht erkannt?
ich kann es nicht versteh`n.
Unnahbar, so hat sie gewirkt-
ein bischen arrogant,
ihr wahres Wesen hatte ich
vor Jahren nicht erkannt.
Man kann mit ihr, das weiß ich jetzt,
selbst Pferde stehlen geh`n.
Ich finde es ganz wunderbar,
dass wir uns jetzt versteh`n.
Ewald Patz
Ein rotes Tuch war sie für mich
für eine lange Zeit,
dass ich sie so gesehen hab`,
es tut mir heute leid.
Sie ist gebildet, mild und nett
und außerdem sehr schön,
warum hab` ich das nicht erkannt?
ich kann es nicht versteh`n.
Unnahbar, so hat sie gewirkt-
ein bischen arrogant,
ihr wahres Wesen hatte ich
vor Jahren nicht erkannt.
Man kann mit ihr, das weiß ich jetzt,
selbst Pferde stehlen geh`n.
Ich finde es ganz wunderbar,
dass wir uns jetzt versteh`n.
Ewald Patz
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10 Jan 2026 10:49 #55810
von Kaninchen
*Winter-Neid*
Wenn ich im Herbst nach draußen seh
und es kommt bald der erste Schnee,
mit Kälte, Wind und Dunkelheit
erfasst mich immer etwas Neid.
Auf die Tiere wie den Igel,
der vergräbt sich in nem Hügel
aus warmem Laub und Ästen,
dort geht es ihm am Besten.
Auch das Eichhörnchen im Garten
kann unbesorgt bis Frühling warten.
Es sammelt einen Fressvorrat,
damit es niemals Hunger hat.
Der Hamster und das Murmeltier
schlafen im Winter ganz dafür.
Es schert sie weder Wind noch Frost
noch des Winters karge Kost.
Fressen vorher gute Sachen,
können im Winter nur noch lachen.
Vom vollen Magen kann man zehren;
braucht sich nicht ums Wetter scheren.
Auch Schildkröten gehen jährlich brav
ganz einfach in den Winterschlaf.
Erwachen mit den warmen Strahlen,
um sich darin dann gleich zu ahlen.
So auch der Wasch- und braune Bär.
Scheint die Sonne wieder mehr,
kriechen sie aus Höhlen dann
und gehen das Jahr gemütlich an.
Ach wär das toll:
Der Kühlschrank voll;
Winter im Bett,
das wär doch nett!
Oder man machts den Vögeln nach
wenn hierzuland liegt alles brach.
Sucht sich ein Winterdomizil,
schert sich um Eis und Schnee nicht viel.
Fliegt im Winter einfach fort,
gen Süden, an nen warmen Ort.
Kommt erst im Frühling wieder,
bei uns blüht dann der Flieder …
*DerPoet* (03.25)
Wenn ich im Herbst nach draußen seh
und es kommt bald der erste Schnee,
mit Kälte, Wind und Dunkelheit
erfasst mich immer etwas Neid.
Auf die Tiere wie den Igel,
der vergräbt sich in nem Hügel
aus warmem Laub und Ästen,
dort geht es ihm am Besten.
Auch das Eichhörnchen im Garten
kann unbesorgt bis Frühling warten.
Es sammelt einen Fressvorrat,
damit es niemals Hunger hat.
Der Hamster und das Murmeltier
schlafen im Winter ganz dafür.
Es schert sie weder Wind noch Frost
noch des Winters karge Kost.
Fressen vorher gute Sachen,
können im Winter nur noch lachen.
Vom vollen Magen kann man zehren;
braucht sich nicht ums Wetter scheren.
Auch Schildkröten gehen jährlich brav
ganz einfach in den Winterschlaf.
Erwachen mit den warmen Strahlen,
um sich darin dann gleich zu ahlen.
So auch der Wasch- und braune Bär.
Scheint die Sonne wieder mehr,
kriechen sie aus Höhlen dann
und gehen das Jahr gemütlich an.
Ach wär das toll:
Der Kühlschrank voll;
Winter im Bett,
das wär doch nett!
Oder man machts den Vögeln nach
wenn hierzuland liegt alles brach.
Sucht sich ein Winterdomizil,
schert sich um Eis und Schnee nicht viel.
Fliegt im Winter einfach fort,
gen Süden, an nen warmen Ort.
Kommt erst im Frühling wieder,
bei uns blüht dann der Flieder …
*DerPoet* (03.25)
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11 Jan 2026 13:29 #55842
von Kaninchen
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11 Jan 2026 16:46 - 11 Jan 2026 16:47 #55847
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Das neue Jahr und der Januar
Schüchtern stand es dort im Dunkeln,
Betrachtete ängstlich das Feuerwerk.
Es sah die Feuerwerkssterne funkeln,
Und fühlte sich wie ein kleiner Zwerg.
'Was soll ich hier so allein in der Zeit,
Warum gab Niemand mir das Geleit?
Wo komme ich her, wo gehe ich hin,
Was hat mein hier sein für einen Sinn?'
So fragte sich ernsthaft das neue Jahr,
Seine Augen füllten mit Tränen sich gar.
Und als es verlassen und einsam stand,
Da fühlte es plötzlich eine gütige Hand.
'Du Kleines, ich bin der Januar hier,
Alt bin ich schon, doch ich helfe dir.
Man hat dich an diesen Ort gestellt,
Zu regieren die Jahreszeiten der Welt.
Zwölf Monate prägen dein ganzes Jahr,
Du hältst zusammen die kleine Schar.
Du lernst sie kennen in allen Facetten,
Mit neuen Geschichten, wollen wir wetten?‘
Da richtete mutig das Jahr sich auf,
Um zu beginnen mit seinem Verlauf.
Betrat das Gelände mit festem Schritt;
Des Januars Tage nahm es gleich mit.
© R. Brunetti, 2026
Aus der Sammlung Erzählungen
Schüchtern stand es dort im Dunkeln,
Betrachtete ängstlich das Feuerwerk.
Es sah die Feuerwerkssterne funkeln,
Und fühlte sich wie ein kleiner Zwerg.
'Was soll ich hier so allein in der Zeit,
Warum gab Niemand mir das Geleit?
Wo komme ich her, wo gehe ich hin,
Was hat mein hier sein für einen Sinn?'
So fragte sich ernsthaft das neue Jahr,
Seine Augen füllten mit Tränen sich gar.
Und als es verlassen und einsam stand,
Da fühlte es plötzlich eine gütige Hand.
'Du Kleines, ich bin der Januar hier,
Alt bin ich schon, doch ich helfe dir.
Man hat dich an diesen Ort gestellt,
Zu regieren die Jahreszeiten der Welt.
Zwölf Monate prägen dein ganzes Jahr,
Du hältst zusammen die kleine Schar.
Du lernst sie kennen in allen Facetten,
Mit neuen Geschichten, wollen wir wetten?‘
Da richtete mutig das Jahr sich auf,
Um zu beginnen mit seinem Verlauf.
Betrat das Gelände mit festem Schritt;
Des Januars Tage nahm es gleich mit.
© R. Brunetti, 2026
Aus der Sammlung Erzählungen
Letzte Änderung: 11 Jan 2026 16:47 von Feschtbrueder.
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