Gedichte
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12 Jan 2026 09:58 #55854
von Kaninchen
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13 Jan 2026 13:28 - 13 Jan 2026 13:29 #55881
von Kaninchen
Letzte Änderung: 13 Jan 2026 13:29 von Kaninchen.
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13 Jan 2026 20:26 - 13 Jan 2026 20:27 #55895
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Die Vöglein im Winter
Spätzlein vor den Häusern fragen:
„Habt ihr nicht ein bisschen Brot?“
Finklein klagen auch und fragen:
„Ach, erbarmt euch unsrer Not!“
Und die Meislein und die Zeislein
sind jetzt arm wie Bettelleut’,
und sie schreien: „Tisch und Häuslein
sind uns allen eingeschneit!“
Auch die Amseln und die Ammern
sitzen zitternd in dem Schnee,
und sie frieren und sie jammern:
„Ach, der Hunger tut so weh!
Liebe Kinder streut uns Bröschen,
werdet nicht im Geben müd’,
wenn dann Veilchen blühn und Röschen,
singen wir euch Lied um Lied.“
Johannes Staub
Spätzlein vor den Häusern fragen:
„Habt ihr nicht ein bisschen Brot?“
Finklein klagen auch und fragen:
„Ach, erbarmt euch unsrer Not!“
Und die Meislein und die Zeislein
sind jetzt arm wie Bettelleut’,
und sie schreien: „Tisch und Häuslein
sind uns allen eingeschneit!“
Auch die Amseln und die Ammern
sitzen zitternd in dem Schnee,
und sie frieren und sie jammern:
„Ach, der Hunger tut so weh!
Liebe Kinder streut uns Bröschen,
werdet nicht im Geben müd’,
wenn dann Veilchen blühn und Röschen,
singen wir euch Lied um Lied.“
Johannes Staub
Letzte Änderung: 13 Jan 2026 20:27 von Feschtbrueder.
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14 Jan 2026 13:44 #55917
von Kaninchen
Abendlied wenn man aus dem Wirtshaus geht
Von Johann Peter Hebel
Jetzt schwingen wir den Hut.
Der Wein, der war so gut.
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein,
Sein schönster Junker schenkt ihm ein,
Und schmeckt ihm doch nicht besser,
Nicht besser.
Der Wirt, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammertür
Und hintendran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wiederkommen,
Ja kommen.
Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wiederkehren,
Mit Ehren.
Des Wirts sein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält’s in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Musst’ eins in Strassburg kaufen,
Ja kaufen.
Jetzt, Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Haustür doch
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.
Von Johann Peter Hebel
Jetzt schwingen wir den Hut.
Der Wein, der war so gut.
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein,
Sein schönster Junker schenkt ihm ein,
Und schmeckt ihm doch nicht besser,
Nicht besser.
Der Wirt, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammertür
Und hintendran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wiederkommen,
Ja kommen.
Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wiederkehren,
Mit Ehren.
Des Wirts sein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält’s in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Musst’ eins in Strassburg kaufen,
Ja kaufen.
Jetzt, Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Haustür doch
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.
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15 Jan 2026 15:31 #55939
von Kaninchen
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17 Jan 2026 10:55 - 17 Jan 2026 10:55 #55962
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Die Karriereleiter
Es stand der junge Zugbegleiter,
vor seiner Karriereleiter.
Seine Stimmung war gehoben,
denn er wollte ganz nach oben!
Frisch gewagt ist halb gewonnen,
die erste Sprosse war genommen!
Geht doch, dachte er - na bitte,
nun wage ich die nächsten Schritte.
Da hörte er, den Schweiß im Nacken,
die fünfte Sprosse deutlich knacken!
Flehte, trage liebe Sprosse,
sonst lande ich noch in der Gosse!
Ach, was soll's, sei es darum,
ich gebe auf - und kehre um!
Zu groß sind mir der Sprossen Lücken,
unmöglich, sie zu überbrücken!
Ausserdem, was fast noch schlimmer,
ist die Luft hier deutlich dünner!
Und jäh wurde es ihm klar,
wie bodenständig er doch war!
Wieder unten angekommen,
fühlte er sich schambeklommen.
Nie solltest du den Aufstieg wagen,
bist du mit Höhenangst geschlagen!
© Günter Fritsch, 2026
Es stand der junge Zugbegleiter,
vor seiner Karriereleiter.
Seine Stimmung war gehoben,
denn er wollte ganz nach oben!
Frisch gewagt ist halb gewonnen,
die erste Sprosse war genommen!
Geht doch, dachte er - na bitte,
nun wage ich die nächsten Schritte.
Da hörte er, den Schweiß im Nacken,
die fünfte Sprosse deutlich knacken!
Flehte, trage liebe Sprosse,
sonst lande ich noch in der Gosse!
Ach, was soll's, sei es darum,
ich gebe auf - und kehre um!
Zu groß sind mir der Sprossen Lücken,
unmöglich, sie zu überbrücken!
Ausserdem, was fast noch schlimmer,
ist die Luft hier deutlich dünner!
Und jäh wurde es ihm klar,
wie bodenständig er doch war!
Wieder unten angekommen,
fühlte er sich schambeklommen.
Nie solltest du den Aufstieg wagen,
bist du mit Höhenangst geschlagen!
© Günter Fritsch, 2026
Letzte Änderung: 17 Jan 2026 10:55 von Feschtbrueder.
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