Gedichte
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14 Okt 2025 08:56 #54303
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16 Okt 2025 09:37 #54331
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17 Okt 2025 15:26 #54352
von Kaninchen
Herbst hat Humor
Der Sommer packt die Flipflops ein,
der Herbst tritt auf – mit Kürbisbein.
Er wirft mit Blättern, rot und rund,
macht Windgeräusche – ziemlich bunt.
Die Sonne spielt Verstecken gern,
der Regen klopft: „Bin auch nicht fern!“
Ein Apfel fällt, ganz ohne Ziel,
der Herbst sagt: „Tja, das war mein Stil.“
Die Eichhörnchen sind aufgeregt,
weil jeder Zweig nach Nüssen schlägt.
Die Igel schnuppern, leicht verwirrt:
„War das ein Laubblatt, das da schwirrt?“
Und während wir nach Wärme schielen,
beginnt der Herbst, sich einzuspielen.
Er lacht im Nebel, tanzt im Wind –
ein schelmisch altes Jahreskind.
Herbst hat Humor
Der Sommer packt die Flipflops ein,
der Herbst tritt auf – mit Kürbisbein.
Er wirft mit Blättern, rot und rund,
macht Windgeräusche – ziemlich bunt.
Die Sonne spielt Verstecken gern,
der Regen klopft: „Bin auch nicht fern!“
Ein Apfel fällt, ganz ohne Ziel,
der Herbst sagt: „Tja, das war mein Stil.“
Die Eichhörnchen sind aufgeregt,
weil jeder Zweig nach Nüssen schlägt.
Die Igel schnuppern, leicht verwirrt:
„War das ein Laubblatt, das da schwirrt?“
Und während wir nach Wärme schielen,
beginnt der Herbst, sich einzuspielen.
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22 Okt 2025 11:05 #54408
von Kaninchen
Rosen im Regen
Im Dämmerlicht, da träuft der Tau,
und Wolken ziehn in grauer Schau,
die Rose neigt ihr edles Haupt,
vom Wind gestreichelt, nass getauft.
Ein Tropfen glänzt auf rotem Blatt,
gleich einer Träne, die es hat
vom Himmel still herab empfangen,
als sei das Herz in ihr gefangen.
Der Garten schweigt, kein Laut erklingt,
nur Regen, der in Zweigen singt.
Die Rose steht in stolzer Ruh,
und hört dem Lied des Regens zu.
So lehrt sie uns in sanfter Pracht,
dass Schönheit lebt in stiller Macht,
und selbst im Schmerz, in dunklen Tagen,
die Liebe blüht – trotz allem Klagen.
Rosen im Regen
Im Dämmerlicht, da träuft der Tau,
und Wolken ziehn in grauer Schau,
die Rose neigt ihr edles Haupt,
vom Wind gestreichelt, nass getauft.
Ein Tropfen glänzt auf rotem Blatt,
gleich einer Träne, die es hat
vom Himmel still herab empfangen,
als sei das Herz in ihr gefangen.
Der Garten schweigt, kein Laut erklingt,
nur Regen, der in Zweigen singt.
Die Rose steht in stolzer Ruh,
und hört dem Lied des Regens zu.
So lehrt sie uns in sanfter Pracht,
dass Schönheit lebt in stiller Macht,
und selbst im Schmerz, in dunklen Tagen,
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23 Okt 2025 15:55 #54430
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24 Okt 2025 15:32 #54440
von Kaninchen
Die drei Raben
Drei Raben saßen auf einem Baum,
Drei schwärzere Raben gab es kaum.
Der eine sprach zu den andern zwei’n:
»Wo nehmen wir unser Frühmahl ein?«
Die andern sprachen: »Dort unten im Feld
Unterm Schilde liegt ein erschlagener Held.
Zu seinen Füßen liegt sein Hund
Und hält die Wache seit mancher Stund‘.
Und seine Falken umkreisen ihn scharf,
Kein Vogel, der sich ihm nahen darf.
Sie sprachen’s. Da kam eine Hinde daher,
Unterm Herzen trug sie ein Junges schwer.
Sie hob des Toten Haupt in die Höh
Und küsste die Wunden, ihr war so weh.
Sie lud auf ihren Rücken ihn bald
Und trug ihn hinab zwischen See und Wald.
Sie begrub ihn da vor Morgenrot,
Vor Abend war sie selber tot.
Gott sende jedem Ritter zumal
Solche Falken und Hunde und solches Gemahl.
Theodor Fontane
Die drei Raben
Drei Raben saßen auf einem Baum,
Drei schwärzere Raben gab es kaum.
Der eine sprach zu den andern zwei’n:
»Wo nehmen wir unser Frühmahl ein?«
Die andern sprachen: »Dort unten im Feld
Unterm Schilde liegt ein erschlagener Held.
Zu seinen Füßen liegt sein Hund
Und hält die Wache seit mancher Stund‘.
Und seine Falken umkreisen ihn scharf,
Kein Vogel, der sich ihm nahen darf.
Sie sprachen’s. Da kam eine Hinde daher,
Unterm Herzen trug sie ein Junges schwer.
Sie hob des Toten Haupt in die Höh
Und küsste die Wunden, ihr war so weh.
Sie lud auf ihren Rücken ihn bald
Und trug ihn hinab zwischen See und Wald.
Sie begrub ihn da vor Morgenrot,
Vor Abend war sie selber tot.
Gott sende jedem Ritter zumal
Solche Falken und Hunde und solches Gemahl.
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