Gedichte
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12 Jun 2026 19:21 #59288
von Kaninchen
Überlaß es der Zeit
Das Gedicht „Überlaß es der Zeit“ stammt aus der Feder von Theodor Fontane.
Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch′ s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du′ s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
Das Gedicht „Überlaß es der Zeit“ stammt aus der Feder von Theodor Fontane.
Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch′ s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du′ s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
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13 Jun 2026 18:21 #59312
von Kaninchen
Das Beste der Welt
Das Gedicht „Das Beste der Welt“ stammt aus der Feder von Friedrich von Logau.
Weißt du, was in dieser Welt
Mir am meisten wohlgefällt?
Dass die Zeit sich selbst verzehret
Und die Welt nicht ewig währet.
Das Gedicht „Das Beste der Welt“ stammt aus der Feder von Friedrich von Logau.
Weißt du, was in dieser Welt
Mir am meisten wohlgefällt?
Dass die Zeit sich selbst verzehret
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15 Jun 2026 15:54 #59353
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Abschied an den Leser
Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
So sei mir wenigstens für das verbunden,
Was ich zurück behielt.
Gotthold Ephraim Lessing
Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
So sei mir wenigstens für das verbunden,
Was ich zurück behielt.
Gotthold Ephraim Lessing
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16 Jun 2026 10:52 #59367
von Kaninchen
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17 Jun 2026 12:57 #59391
von Kaninchen
Die Schöne von hinten
Das Gedicht „Die Schöne von hinten“ stammt aus der Feder von Gotthold Ephraim Lessing.
Sieh Freund! Sieh da! Was geht doch immer
dort für ein reizend Frauenzimmer?
Der neuen Tracht Vollkommenheit,
der engen Schritte Nettigkeit,
die bei der kleinsten Hindrung stocken,
der weiße Hals voll schwarzer Locken,
der wohlgewachsne schlanke Leib,
verrät ein junges artges Weib.
Komm Freund! Komm, lass uns schneller gehen,
damit wir sie von vorne sehen.
Es muss, trügt nicht der hintre Schein,
die Venus oder Phyllis sein.
Komm, eile doch! – O welches Glücke!
Jetzt sieht sie ungefähr zurücke.
Was wars, das mich entzückt gemacht?
Ein altes Weib in junger Tracht.
Das Gedicht „Die Schöne von hinten“ stammt aus der Feder von Gotthold Ephraim Lessing.
Sieh Freund! Sieh da! Was geht doch immer
dort für ein reizend Frauenzimmer?
Der neuen Tracht Vollkommenheit,
der engen Schritte Nettigkeit,
die bei der kleinsten Hindrung stocken,
der weiße Hals voll schwarzer Locken,
der wohlgewachsne schlanke Leib,
verrät ein junges artges Weib.
Komm Freund! Komm, lass uns schneller gehen,
damit wir sie von vorne sehen.
Es muss, trügt nicht der hintre Schein,
die Venus oder Phyllis sein.
Komm, eile doch! – O welches Glücke!
Jetzt sieht sie ungefähr zurücke.
Was wars, das mich entzückt gemacht?
Ein altes Weib in junger Tracht.
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18 Jun 2026 10:49 #59409
von Kaninchen
Sohneswunsch
Ein Mitmensch schrie ganz laut: Hurrah
als Babs ihm sagt, er würd’ Papa,
sofort erzählt er’s allenthalben
und stolz kassiert er Beifallsalven,
nun erst kam er als Mann sich vor,
ein Mann ohn’ Erbe ist ein Tor!
Sein Sohn, der wird Karl Gustav heißen,
mit ihm will er die Welt bereisen,
ihm alles zeigen, nah und fern
und machen ihn zu einem Herrn,
der später den Betrieb wird führen,
die Produktion von Fenster, Türen.
Vor lauter Stolz und Freude auch,
da tätigt er nun Kauf um Kauf.
Als erstes eine Eisenbahn,
dann kamen Fuß- und Handball dran,
ein Schachspiel auch und Boxhandschuhe
und ein Computer für die Schule.
Ein Zimmer voll kauft er noch ein,
sein Sohn, der sollte glücklich sein.
Im neunten Monat war’s soweit,
für die Geburt war man bereit.
Er drückt nervös im Krankenhaus
die zwölfte Zigarette aus,
als endlich kam der Arzt zu ihm
und sagte leis’, es sei nicht schlimm,
denn Zwillinge, die gäb’ es oft,
wenn manches Mal auch unverhofft,
doch seine Mädchen wär’n entzückend, …
das konnt’ den Vater nicht beglücken,
denn er wollt’ einen Sohn nur haben,
warum nur Frauen stets versagen …?!
Hans Harress
Ein Mitmensch schrie ganz laut: Hurrah
als Babs ihm sagt, er würd’ Papa,
sofort erzählt er’s allenthalben
und stolz kassiert er Beifallsalven,
nun erst kam er als Mann sich vor,
ein Mann ohn’ Erbe ist ein Tor!
Sein Sohn, der wird Karl Gustav heißen,
mit ihm will er die Welt bereisen,
ihm alles zeigen, nah und fern
und machen ihn zu einem Herrn,
der später den Betrieb wird führen,
die Produktion von Fenster, Türen.
Vor lauter Stolz und Freude auch,
da tätigt er nun Kauf um Kauf.
Als erstes eine Eisenbahn,
dann kamen Fuß- und Handball dran,
ein Schachspiel auch und Boxhandschuhe
und ein Computer für die Schule.
Ein Zimmer voll kauft er noch ein,
sein Sohn, der sollte glücklich sein.
Im neunten Monat war’s soweit,
für die Geburt war man bereit.
Er drückt nervös im Krankenhaus
die zwölfte Zigarette aus,
als endlich kam der Arzt zu ihm
und sagte leis’, es sei nicht schlimm,
denn Zwillinge, die gäb’ es oft,
wenn manches Mal auch unverhofft,
doch seine Mädchen wär’n entzückend, …
das konnt’ den Vater nicht beglücken,
denn er wollt’ einen Sohn nur haben,
warum nur Frauen stets versagen …?!
Hans Harress
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