Gedichte
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 14935
15 Sep 2026 13:44 - 15 Sep 2026 13:45 #61251
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Die Sonnenblume
Im goldnen Kleid, so hell und fein,
steht eine Blume im Sonnenschein.
Sie reckt sich stolz zum Himmel empor,
und öffnet ihre Blätter wie ein Tor.
Sie folgt der Sonne, Tag für Tag,
weil sie ihr warmes Leuchten mag.
Der Wind streicht sanft durch ihr Gesicht,
und jedes Blatt tanzt im Sonnenlicht.
Wenn abends dann die Sonne sinkt,
und letzter goldner Schimmer blinkt,
neigt sie den Kopf ganz leis und sacht,
und träumt vom Morgen nach der Nacht.
So steht sie da, gelb, gross und schön,
als könnte man in ihr die Sonne sehn.
Und flüstert uns im Sommerwind:
„Bleib fröhlich – so wie ich es bin!“
Feschtbrueder
Im goldnen Kleid, so hell und fein,
steht eine Blume im Sonnenschein.
Sie reckt sich stolz zum Himmel empor,
und öffnet ihre Blätter wie ein Tor.
Sie folgt der Sonne, Tag für Tag,
weil sie ihr warmes Leuchten mag.
Der Wind streicht sanft durch ihr Gesicht,
und jedes Blatt tanzt im Sonnenlicht.
Wenn abends dann die Sonne sinkt,
und letzter goldner Schimmer blinkt,
neigt sie den Kopf ganz leis und sacht,
und träumt vom Morgen nach der Nacht.
So steht sie da, gelb, gross und schön,
als könnte man in ihr die Sonne sehn.
Und flüstert uns im Sommerwind:
„Bleib fröhlich – so wie ich es bin!“
Feschtbrueder
Letzte Änderung: 15 Sep 2026 13:45 von Feschtbrueder.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 14935
16 Sep 2026 15:01 - 16 Sep 2026 15:01 #61282
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Wein
Der Herbst legt Gold auf Dächer, Feld und Reben,
Der kühle Wind fährt raschelnd durch das Laub,
Und über stillen Hügeln schwebt im Staub
Ein letzter warmer Hauch vom Sommerleben.
Die Trauben hängen schwer, bereit zum Beben,
Ihr süsser Duft steigt aus dem Keller auf;
Man hört im Fass des jungen Weines Lauf,
Als wollte er die dunkle Zeit beleben.
Am Abend glüht der Himmel rot und weit,
Im Glas funkelt die Sonne längst vergangen,
Und jeder Schluck trägt Wärme dieser Zeit.
So wird, was draussen stirbt, im Wein empfangen:
Der Herbst schenkt Abschied, Reife, Dunkelheit –
Und lässt uns seine goldnen Stunden trinken.
Feschtbrueder
Der Herbst legt Gold auf Dächer, Feld und Reben,
Der kühle Wind fährt raschelnd durch das Laub,
Und über stillen Hügeln schwebt im Staub
Ein letzter warmer Hauch vom Sommerleben.
Die Trauben hängen schwer, bereit zum Beben,
Ihr süsser Duft steigt aus dem Keller auf;
Man hört im Fass des jungen Weines Lauf,
Als wollte er die dunkle Zeit beleben.
Am Abend glüht der Himmel rot und weit,
Im Glas funkelt die Sonne längst vergangen,
Und jeder Schluck trägt Wärme dieser Zeit.
So wird, was draussen stirbt, im Wein empfangen:
Der Herbst schenkt Abschied, Reife, Dunkelheit –
Und lässt uns seine goldnen Stunden trinken.
Feschtbrueder
Letzte Änderung: 16 Sep 2026 15:01 von Feschtbrueder.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 14935
17 Sep 2026 11:01 - 17 Sep 2026 11:02 #61304
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Der Igel und die Amsel
Im Abendrot, da raschelt leis das Laub,
Ein Igel zieht durch kühle, dunkle Gassen,
Der Wind beginnt die letzten Blätter fassen,
Und über ihm schwebt goldner Wolkenstaub.
Auf einem Ast sitzt still ein kleiner Raub—
Nein, eine Amsel, die den Tag verlassen,
Sie singt, als wollt sie alle Sorgen hassen,
Und streut ihr Lied hinaus ins Abendlaub.
„Wohin gehst du?“ fragt der Vogel sacht.
„Ich suche Schutz vor Frost und kalten Winden.“
Der Igel spricht: „Und du? Wohin bei Nacht?“
„Ich suche einen Ort, mich einzufinden.“
Da teilen beide still die Sternenpracht:
Der eine unten, einer hoch in Linden.
Feschtbrueder
Im Abendrot, da raschelt leis das Laub,
Ein Igel zieht durch kühle, dunkle Gassen,
Der Wind beginnt die letzten Blätter fassen,
Und über ihm schwebt goldner Wolkenstaub.
Auf einem Ast sitzt still ein kleiner Raub—
Nein, eine Amsel, die den Tag verlassen,
Sie singt, als wollt sie alle Sorgen hassen,
Und streut ihr Lied hinaus ins Abendlaub.
„Wohin gehst du?“ fragt der Vogel sacht.
„Ich suche Schutz vor Frost und kalten Winden.“
Der Igel spricht: „Und du? Wohin bei Nacht?“
„Ich suche einen Ort, mich einzufinden.“
Da teilen beide still die Sternenpracht:
Der eine unten, einer hoch in Linden.
Feschtbrueder
Letzte Änderung: 17 Sep 2026 11:02 von Feschtbrueder.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Kaninchen
-
- Offline
- Platinum Boarder
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 30084
18 Sep 2026 19:17 #61336
von Kaninchen
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 14935
19 Sep 2026 01:17 #61337
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Herbst
Bunte Blätter tanzen sacht,
der Herbst zieht durch die stille Nacht.
Der Wind weht kühl, der Himmel weit,
nun beginnt die goldne Zeit.
Feschtbrueder
Bunte Blätter tanzen sacht,
der Herbst zieht durch die stille Nacht.
Der Wind weht kühl, der Himmel weit,
nun beginnt die goldne Zeit.
Feschtbrueder
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Kaninchen
-
- Offline
- Platinum Boarder
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 30084
19 Sep 2026 09:15 #61341
von Kaninchen
Im Sommer
Heinrich Seidel
O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge,
Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge,
Zum stillen Wald,
Dort wo die Wipfel sanfte Grüße tauschen,
Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen
Ein Liedchen schallt.
Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet
Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet,
Führ ich dich hin.
In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume
Und weiße Wolken, die wie sanfte Träume
Vorüberziehn.
Dort laß uns lauschen auf der Quelle Tropfen
Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen,
Mit uns allein.
Dort wollen wir die laute Welt vergessen,
An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen
Und glücklich sein!
Heinrich Seidel, ein deutscher Schriftsteller und Ingenieur, schrieb das Gedicht im späten 19. Jahrhundert, einer Zeit, die von der Romantik und dem aufkommenden Realismus geprägt war. Seidel war bekannt für seine Fähigkeit, idyllische Naturszenen mit einer tiefen Sehnsucht nach Ruhe und Abgeschiedenheit zu verbinden.
Im Sommer
Heinrich Seidel
O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge,
Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge,
Zum stillen Wald,
Dort wo die Wipfel sanfte Grüße tauschen,
Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen
Ein Liedchen schallt.
Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet
Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet,
Führ ich dich hin.
In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume
Und weiße Wolken, die wie sanfte Träume
Vorüberziehn.
Dort laß uns lauschen auf der Quelle Tropfen
Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen,
Mit uns allein.
Dort wollen wir die laute Welt vergessen,
An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen
Und glücklich sein!
Heinrich Seidel, ein deutscher Schriftsteller und Ingenieur, schrieb das Gedicht im späten 19. Jahrhundert, einer Zeit, die von der Romantik und dem aufkommenden Realismus geprägt war. Seidel war bekannt für seine Fähigkeit, idyllische Naturszenen mit einer tiefen Sehnsucht nach Ruhe und Abgeschiedenheit zu verbinden.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Ladezeit der Seite: 0.274 Sekunden
- Aktuelle Seite:
-
Startseite
-
Forum
-
Feschtbrueder's Foren
-
Feschtplatz
- Gedichte