Gedichte
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19 Aug 2026 19:05 #60694
von Kaninchen
Du musst das Leben nicht verstehen
Das Gedicht „Du musst das Leben nicht verstehen“ stammt aus der Feder von Rainer Maria Rilke.
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
Du musst das Leben nicht verstehen
Das Gedicht „Du musst das Leben nicht verstehen“ stammt aus der Feder von Rainer Maria Rilke.
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
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20 Aug 2026 16:49 #60719
von Kaninchen
Vincent van Gogh Spinnerin
Das Gedicht „Der Spinnerin Nachtlied= stammt aus der Feder von Clemens Brentano.
Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.
Ich sing' und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein,
So lang der Mond wird scheinen.
Da wir zusammen waren,
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mich ihr Schall,
Daß du von mir gefahren.
So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.
Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.
Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!
Vincent van Gogh Spinnerin
Das Gedicht „Der Spinnerin Nachtlied= stammt aus der Feder von Clemens Brentano.
Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.
Ich sing' und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein,
So lang der Mond wird scheinen.
Da wir zusammen waren,
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mich ihr Schall,
Daß du von mir gefahren.
So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.
Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.
Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!
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23 Aug 2026 16:31 #60763
von Kaninchen
Und um die Holzbank duftete der Flieder
Das Gedicht „Und um die Holzbank duftete der Flieder“ stammt aus der Feder von Anna Ritter.
Weißt du den Abend noch? Die Ulme hing
Die dichten Zweige schützend um uns nieder,
Der Bach schoß glucksend unterm Zaun vorbei
Und um die Holzbank duftete der Flieder.
So süß, so süß! Die laue Nachtluft floß
In weichen Wogen schmeichelnd um die Glieder.
Die Grille zirpte leis im hohen Gras,
Und um die Holzbank duftete der Flieder.
Vom Himmel sank ein Stern in jähem Zug,
Lichtscheue Falter huschten hin und wieder,
Dein Arm umfaßte mich, wir waren jung…
Und um die Holzbank duftete der Flieder.
Und um die Holzbank duftete der Flieder
Das Gedicht „Und um die Holzbank duftete der Flieder“ stammt aus der Feder von Anna Ritter.
Weißt du den Abend noch? Die Ulme hing
Die dichten Zweige schützend um uns nieder,
Der Bach schoß glucksend unterm Zaun vorbei
Und um die Holzbank duftete der Flieder.
So süß, so süß! Die laue Nachtluft floß
In weichen Wogen schmeichelnd um die Glieder.
Die Grille zirpte leis im hohen Gras,
Und um die Holzbank duftete der Flieder.
Vom Himmel sank ein Stern in jähem Zug,
Lichtscheue Falter huschten hin und wieder,
Dein Arm umfaßte mich, wir waren jung…
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24 Aug 2026 16:39 #60776
von Kaninchen
Der Wanderer an den Mond
Das Gedicht „Der Wanderer an den Mond“ stammt aus der Feder von Johann Gabriel Seidl.
Ich auf der Erd´, am Himmel - du
Wir wandern beide rüstig zu:
Ich ernst und trüb, du hell und rein,
Was mag der Unterschied wohl sein?
Ich wandre fremd von Land zu Land,
So heimatlos, so unbekannt;
Berg auf, Berg ab, Wald ein, Wald aus,
Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus.
Du aber wanderst auf und ab
Aus Ostens Wieg' in Westens Grab,
Wallst Länder ein und Länder aus,
Und bist doch, wo du bist, zu Haus.
Der Himmel, endlos ausgespannt,
Ist dein geliebtes Heimatland;
O glücklich, wer, wohin er geht,
Doch auf der Heimat Boden steht!
Der Wanderer an den Mond
Das Gedicht „Der Wanderer an den Mond“ stammt aus der Feder von Johann Gabriel Seidl.
Ich auf der Erd´, am Himmel - du
Wir wandern beide rüstig zu:
Ich ernst und trüb, du hell und rein,
Was mag der Unterschied wohl sein?
Ich wandre fremd von Land zu Land,
So heimatlos, so unbekannt;
Berg auf, Berg ab, Wald ein, Wald aus,
Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus.
Du aber wanderst auf und ab
Aus Ostens Wieg' in Westens Grab,
Wallst Länder ein und Länder aus,
Und bist doch, wo du bist, zu Haus.
Der Himmel, endlos ausgespannt,
Ist dein geliebtes Heimatland;
O glücklich, wer, wohin er geht,
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25 Aug 2026 18:43 #60796
von Kaninchen
Das Harfenmädchen
Das Gedicht „Das Harfenmädchen“ stammt aus der Feder von Theodor Storm.
Das war noch im Vaterstädtchen;
Du warst gar zierlich und jung,
Ein süß schwarzäugiges Dirnlein,
Zur Liebe verständig genung.
Und wenn dir die Mutter zu singen
Und Harfe zu spielen gebot,
So scheutest du dich vor den Leuten
Und klagtest mir heimlich die Not.
«Wann treff ich dich wieder und wo doch?» -
«Am Schlosse, wenn's dunkel ist.»
Und abends bin ich gekommen
Und habe dich fröhlich geküßt.
Sind sieben Jahre vergangen,
Daß ich dich nicht gesehn;
Wie bleich sind doch deine Wangen,
Und waren so blühend und schön!
Wie greifst du so keck in die Saiten
Und schaust und äugelst umher!
Das sind die kindlich scheuen,
Die leuchtenden Augen nicht mehr.
Doch kann ich den Blick nicht wenden,
Du einst so reizende Maid;
Mir ist, als schaut ich hinüber
Tief, tief in vergangene Zeit.
Das Gedicht „Das Harfenmädchen“ stammt aus der Feder von Theodor Storm.
Das war noch im Vaterstädtchen;
Du warst gar zierlich und jung,
Ein süß schwarzäugiges Dirnlein,
Zur Liebe verständig genung.
Und wenn dir die Mutter zu singen
Und Harfe zu spielen gebot,
So scheutest du dich vor den Leuten
Und klagtest mir heimlich die Not.
«Wann treff ich dich wieder und wo doch?» -
«Am Schlosse, wenn's dunkel ist.»
Und abends bin ich gekommen
Und habe dich fröhlich geküßt.
Sind sieben Jahre vergangen,
Daß ich dich nicht gesehn;
Wie bleich sind doch deine Wangen,
Und waren so blühend und schön!
Wie greifst du so keck in die Saiten
Und schaust und äugelst umher!
Das sind die kindlich scheuen,
Die leuchtenden Augen nicht mehr.
Doch kann ich den Blick nicht wenden,
Du einst so reizende Maid;
Mir ist, als schaut ich hinüber
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26 Aug 2026 16:22 - 26 Aug 2026 16:23 #60817
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Herbstzauber
Der Herbst zieht leis durch Wald und Flur,
bemalt die Welt in Gold und Purpur.
Die Blätter tanzen, leicht und sacht,
vom Wind zum bunten Tanz gebracht.
Die Sonne strahlt schon nicht mehr heiss,
der Morgen trägt den ersten Reif.
Am Abend wird der Himmel rot,
und Nebel liegt wie Watte dort.
Die Vögel ziehen weit hinaus,
der Sommer geht, die Wärme aus.
Doch wenn der Regen leise fällt,
träumt bunt und still die ganze Welt.
Feschtbrueder
Der Herbst zieht leis durch Wald und Flur,
bemalt die Welt in Gold und Purpur.
Die Blätter tanzen, leicht und sacht,
vom Wind zum bunten Tanz gebracht.
Die Sonne strahlt schon nicht mehr heiss,
der Morgen trägt den ersten Reif.
Am Abend wird der Himmel rot,
und Nebel liegt wie Watte dort.
Die Vögel ziehen weit hinaus,
der Sommer geht, die Wärme aus.
Doch wenn der Regen leise fällt,
träumt bunt und still die ganze Welt.
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Letzte Änderung: 26 Aug 2026 16:23 von Feschtbrueder.
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