Gedichte

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19 Mär 2018 07:05 - 19 Mär 2018 07:07 #16782 von Kaninchen




Erich Fried
Geboren: 6. Mai 1921 · Wien, Österreich
Gestorben: 22. Nov 1988 · Baden-Baden, Deutschland

Erich Fried war ein österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist. Fried war in der Nachkriegszeit ein Hauptvertreter der politischen Lyrik in Deutschland. Gleichzeitig gilt er vielen als bedeutender Shakespeare-Übersetzer, dem es als erstem gelungen ist, die Sprachspiele des englischen Dramatikers ins Deutsche zu übertragen.
Letzte Änderung: 19 Mär 2018 07:07 von Kaninchen.

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20 Mär 2018 07:27 - 20 Mär 2018 07:31 #16795 von Kaninchen
Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn' Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.

Theodor Storm

Wegen dieses Gedichtes gilt Husum als "graue Stadt am Meer". Es ist ein im Jahre 1852 von Theodor Storm verfasstes Gedicht, das seinem Heimatort an der Nordsee gewidmet ist.
Doch einmal im Jahr, wenn die Natur nach langem Winterschlaf wieder erwacht, blühen Millionen Krokusse im Schloßpark . Jedes Jahr im März wird dies mit einem Krokusblütenfest und der Wahl ein Krokusblütenkönigin gefeiert.
Letzte Änderung: 20 Mär 2018 07:31 von Kaninchen.

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21 Mär 2018 06:58 - 21 Mär 2018 07:00 #16810 von Kaninchen
Zum Träumen am verschneiten Frühlingsanfang 2018

Joseph von Eichendorff

Frühlingsnacht

Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt's schon an zu blühn.
Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.
Und der Mond, die Sterne sagen's,
Und in Träumen rauscht's der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist deine, sie ist dein!

Letzte Änderung: 21 Mär 2018 07:00 von Kaninchen.

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22 Mär 2018 07:25 - 22 Mär 2018 07:25 #16840 von Kaninchen
Beherzigung

Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser, sich zu treiben?
Soll er sich ein Häuschen bauen?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.
Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie ers treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, dass er nicht falle!


(Johann Wolfgang von Goethe)
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 07:25 von Kaninchen.

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23 Mär 2018 07:46 #16855 von Kaninchen

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24 Mär 2018 07:42 #16871 von Kaninchen


Frühling

Hoch oben von dem Eichenast
Eine bunte Meise läutet
Ein frohes Lied, ein helles Lied,
Ich weiß auch, was es bedeutet.

Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras,
Die Blumen werden blühen;
Es wird die ganze weite Welt
In Frühlingsfarben glühen.

Die Meise läutet den Frühling ein,
Ich hab' es schon lange vernommen;
Er ist zu mir bei Eis und Schnee
Mit Singen und Klingen gekommen.


Reliefbild des Hermann Löns
am Lönsdenkmal auf dem "Wietzer Berg"
in Müden

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