Gedichte
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06 Okt 2024 16:10 #49888
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07 Okt 2024 15:36 #49895
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08 Okt 2024 13:40 - 08 Okt 2024 13:41 #49911
von Kaninchen
Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.
Bis sie einst sprachen: „Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!“
Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: „Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!“
Da wurden die Zitronen sauer . . .
Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.
Bis sie einst sprachen: „Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!“
Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: „Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!“
Da wurden die Zitronen sauer . . .
Letzte Änderung: 08 Okt 2024 13:41 von Kaninchen.
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09 Okt 2024 11:15 #49920
von Kaninchen
Abschied der Zugvögel
6. Dezember 1843
Wie war so schön doch Wald und Feld
wie traurig ist anjetzt die Welt
Hin ist die schöne Sommerzeit
und nach der Freude kam das Leid
Wir wußten nichts von Ungemach,
Wir saßen unterm Laubesdach,
Vergnügt und froh im Sonnenschein
Und sangen in die Welt hinein.
Wir armen Vöglein trauern sehr,
Wir haben keine Heimat mehr,
Wir müssen jetzt von hinnen fliehn
Und in die weite Fremde ziehn.
Text: Hoffmann von Fallersleben , 1843 , geschrieben in dem Jahr, da Hoffmann aus Preußen ausgewiesen wurde und selber Berufsverbot bekam, also zum „Zugvogel“ wurde – auf eine Volksliedmelodie aus Schlesien -
Abschied der Zugvögel
6. Dezember 1843
Wie war so schön doch Wald und Feld
wie traurig ist anjetzt die Welt
Hin ist die schöne Sommerzeit
und nach der Freude kam das Leid
Wir wußten nichts von Ungemach,
Wir saßen unterm Laubesdach,
Vergnügt und froh im Sonnenschein
Und sangen in die Welt hinein.
Wir armen Vöglein trauern sehr,
Wir haben keine Heimat mehr,
Wir müssen jetzt von hinnen fliehn
Und in die weite Fremde ziehn.
Text: Hoffmann von Fallersleben , 1843 , geschrieben in dem Jahr, da Hoffmann aus Preußen ausgewiesen wurde und selber Berufsverbot bekam, also zum „Zugvogel“ wurde – auf eine Volksliedmelodie aus Schlesien -
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10 Okt 2024 10:48 #49934
von Kaninchen
Geht ein Storch
6. Dezember 1843
Geht ein Storch dort in dem Mühlenbach
Geht spazieren fein gemach.
Kaum bemerkt´s ein Frosch, und er musiziert
Und da hat der Storch gleich ihn verschnabeliert
Als von fern das nun ein andrer sieht
Duckt er still, still sich ins Ried:
„Hätt´st geschwiegen du doch zur rechten Zeit
Könnt´st du musizieren auch noch anderweit.“
Hoffmann von Fallersleben
Geht ein Storch
6. Dezember 1843
Geht ein Storch dort in dem Mühlenbach
Geht spazieren fein gemach.
Kaum bemerkt´s ein Frosch, und er musiziert
Und da hat der Storch gleich ihn verschnabeliert
Als von fern das nun ein andrer sieht
Duckt er still, still sich ins Ried:
„Hätt´st geschwiegen du doch zur rechten Zeit
Könnt´st du musizieren auch noch anderweit.“
Hoffmann von Fallersleben
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12 Okt 2024 12:54 #49960
von Kaninchen
Vom Schlaraffenland
Das Gedicht „Vom Schlaraffenland“ stammt aus der Feder von Hoffmann von Fallersleben.
Kommt, wir wollen uns begeben
jetzo ins Schlaraffenland
seht da ist ein lustig Leben
und das Trauern unbekannt
seht da lässt sich billig zechen
und umsonst recht lustig sein
Milch und Honig fließt in Bächen,
aus den Felsen quillt der Wein.
Alle Speisen gut geraten,
und das Finden fällt nicht schwer
Gäns und Enten gehen gebraten
überall im Land umher
Mit dem Messer auf dem Rücken
läuft gebraten jedes Schwein
Oh wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein.
Und von Kuchen, Butterwecken,
sind die Zweige voll und schwer
Feigen wachsen in den Hecken,
Ananas im Busch umher
Keiner darf sich mühen und bücken,
alles stellt von selbst sich ein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein
Und die Straßen allerorten,
jeder Weg und jede Bahn
sind gebaut aus Zuckertorten,
und Bonbons und Marzipan
Und von Brezeln sind die Brücken,
aufgeführt gar hübsch und fein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein
Ja, das mag ein schönes Leben,
und ein herrlich Ländchen sein
Mancher hat sich hinbegeben,
aber keiner kam hinein
ja, und habt ihr keine Flügel,
nie gelangt ihr bis ans Tor
denn es liegt ein breiter Hügel
ganz von Pflaumenmus davor.
Vom Schlaraffenland
Das Gedicht „Vom Schlaraffenland“ stammt aus der Feder von Hoffmann von Fallersleben.
Kommt, wir wollen uns begeben
jetzo ins Schlaraffenland
seht da ist ein lustig Leben
und das Trauern unbekannt
seht da lässt sich billig zechen
und umsonst recht lustig sein
Milch und Honig fließt in Bächen,
aus den Felsen quillt der Wein.
Alle Speisen gut geraten,
und das Finden fällt nicht schwer
Gäns und Enten gehen gebraten
überall im Land umher
Mit dem Messer auf dem Rücken
läuft gebraten jedes Schwein
Oh wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein.
Und von Kuchen, Butterwecken,
sind die Zweige voll und schwer
Feigen wachsen in den Hecken,
Ananas im Busch umher
Keiner darf sich mühen und bücken,
alles stellt von selbst sich ein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein
Und die Straßen allerorten,
jeder Weg und jede Bahn
sind gebaut aus Zuckertorten,
und Bonbons und Marzipan
Und von Brezeln sind die Brücken,
aufgeführt gar hübsch und fein
Oh, wie ist es zum entzücken,
Ei, wer möchte dort nicht sein
Ja, das mag ein schönes Leben,
und ein herrlich Ländchen sein
Mancher hat sich hinbegeben,
aber keiner kam hinein
ja, und habt ihr keine Flügel,
nie gelangt ihr bis ans Tor
denn es liegt ein breiter Hügel
ganz von Pflaumenmus davor.
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