Gedichte
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20 Feb 2026 16:30 #56715
von Kaninchen
Rose im Schnee
Das Gedicht „Rose im Schnee“ stammt aus der Feder von Hermann Löns.
Rose weiß, Rose rot,
Wie süß ist doch dein Mund,
Rose rot, Rose weiß,
Dein denk ich alle Stund,
Alle Stund bei Tag und Nacht,
Dass dein Mund mir zugelacht,
Dein roter Mund.
Ein Vogel sang im Lindenbaum,
Ein süßes Lied er sang,
Rose weiß, Rose rot,
Das Herz im Leib mir sprang,
Sprang vor Freude hin und her,
Als ob dein Lachen bei ihm wär,
So süß es klang.
Rose weiß, Rose rot,
Was wird aus mir und dir?
Ich glaube gar, es fiel ein Schnee,
Dein Herz ist nicht bei mir,
Nicht bei mir, geht andern Gang,
Falsches Lied der Vogel sang
Von mir und dir.
Rose im Schnee
Das Gedicht „Rose im Schnee“ stammt aus der Feder von Hermann Löns.
Rose weiß, Rose rot,
Wie süß ist doch dein Mund,
Rose rot, Rose weiß,
Dein denk ich alle Stund,
Alle Stund bei Tag und Nacht,
Dass dein Mund mir zugelacht,
Dein roter Mund.
Ein Vogel sang im Lindenbaum,
Ein süßes Lied er sang,
Rose weiß, Rose rot,
Das Herz im Leib mir sprang,
Sprang vor Freude hin und her,
Als ob dein Lachen bei ihm wär,
So süß es klang.
Rose weiß, Rose rot,
Was wird aus mir und dir?
Ich glaube gar, es fiel ein Schnee,
Dein Herz ist nicht bei mir,
Nicht bei mir, geht andern Gang,
Falsches Lied der Vogel sang
Von mir und dir.
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21 Feb 2026 20:57 #56744
von Kaninchen
Die Elfen
Das Gedicht „Die Elfen“ stammt aus der Feder von Adolf Frey.
Dämmernd Nebeltal entlang
Kommen heimlich wir gezogen
Auf des Nachthauchs kühlen Wogen
Und umschweben deinen Gang.
Wir durchziehen ungesäumt
Wälderweiten, Feldgebreiten,
Nächtgen Wandrer zu geleiten,
Der von seiner Liebe träumt.
Denkst ans blaue Augenpaar,
An die Stirne blondverhangen,
Und dich fasst ein selig Bangen,
Das dir eh nicht eigen war.
Durch des Gartens grünen Flor
Schweifen wir zum stillen Hause
Und zu ihrer Giebelklause
Schwebend singend wir empor.
Aus dem Traum lauscht sie hervor
Unserm Singen, unserm Klingen,
Und die Elfenlieder bringen
Die Elfen
Das Gedicht „Die Elfen“ stammt aus der Feder von Adolf Frey.
Dämmernd Nebeltal entlang
Kommen heimlich wir gezogen
Auf des Nachthauchs kühlen Wogen
Und umschweben deinen Gang.
Wir durchziehen ungesäumt
Wälderweiten, Feldgebreiten,
Nächtgen Wandrer zu geleiten,
Der von seiner Liebe träumt.
Denkst ans blaue Augenpaar,
An die Stirne blondverhangen,
Und dich fasst ein selig Bangen,
Das dir eh nicht eigen war.
Durch des Gartens grünen Flor
Schweifen wir zum stillen Hause
Und zu ihrer Giebelklause
Schwebend singend wir empor.
Aus dem Traum lauscht sie hervor
Unserm Singen, unserm Klingen,
Und die Elfenlieder bringen
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23 Feb 2026 16:30 #56791
von Kaninchen
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25 Feb 2026 15:22 #56847
von Kaninchen
van Gogh Flußufer im Frühling
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
Bild zeigt Günter Ullmann
von Günter Ullmann
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
lutscht jetzt schon Eis von Feld und Straße
und malt dem Winter ins Schneegesicht
riesengroß eine Knollennase.
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
zieht aus dem Fenster die eisigen Zähne.
Er steigt dem Winter aufs Dach und bläst
von Baum und Strauch die Greisenmähne.
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
lässt Bäche, Mensch und Vögel singen
und ruft alle Blumen aus dem Haus.
Der Winter muss in ´n Kühlschrank springen.
van Gogh Flußufer im Frühling
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
Bild zeigt Günter Ullmann
von Günter Ullmann
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
lutscht jetzt schon Eis von Feld und Straße
und malt dem Winter ins Schneegesicht
riesengroß eine Knollennase.
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
zieht aus dem Fenster die eisigen Zähne.
Er steigt dem Winter aufs Dach und bläst
von Baum und Strauch die Greisenmähne.
Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
lässt Bäche, Mensch und Vögel singen
und ruft alle Blumen aus dem Haus.
Der Winter muss in ´n Kühlschrank springen.
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27 Feb 2026 16:34 #56892
von Kaninchen
Möwenlied
Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
ich lass sie lieber leben --
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
Christian Morgenstern
Möwenlied
Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
ich lass sie lieber leben --
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
Christian Morgenstern
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28 Feb 2026 12:26 - 28 Feb 2026 12:27 #56912
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Abendgebet einer erkälteten Negerin
Ich suche Sternengefunkel.
All mein Karbunkel
Brennt Sonne dunkel.
Sonne drohet mit Stich.
Warum brennt mich die Sonne im Zorn?
Warum brennt sie gerade mich?
Warum nicht Korn?
Ich folge weißen Mannes Spur.
Der Mann war weiß und roch so gut.
Mir ist in meiner Muschelschnur
So negligé zu Mut.
Kam in mein Wigwam
Weit übers Meer,
Seit er zurückschwamm,
Das Wigwam
Blieb leer.
Drüben am Walde
Kängt ein Guruh - -
Warte nur balde
Kängurst auch du.
Joachim Ringelnatz
Ich suche Sternengefunkel.
All mein Karbunkel
Brennt Sonne dunkel.
Sonne drohet mit Stich.
Warum brennt mich die Sonne im Zorn?
Warum brennt sie gerade mich?
Warum nicht Korn?
Ich folge weißen Mannes Spur.
Der Mann war weiß und roch so gut.
Mir ist in meiner Muschelschnur
So negligé zu Mut.
Kam in mein Wigwam
Weit übers Meer,
Seit er zurückschwamm,
Das Wigwam
Blieb leer.
Drüben am Walde
Kängt ein Guruh - -
Warte nur balde
Kängurst auch du.
Joachim Ringelnatz
Letzte Änderung: 28 Feb 2026 12:27 von Feschtbrueder.
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