Gedichte
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23 Aug 2018 08:28 - 23 Aug 2018 08:33 #18889
von Kaninchen
Der Rose süßer Duft genügt
Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen –
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
Friedrich von Bodenstedt
* 22. April 1819 † 18. April 1892
war ein deutscher Schriftsteller.
* 22. April 1819 in Peine; † 18. April 1892 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller.
Friedrich von Bodenstedt - Liebesgedichte und Biographie
Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen –
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
Friedrich von Bodenstedt
* 22. April 1819 † 18. April 1892
war ein deutscher Schriftsteller.
* 22. April 1819 in Peine; † 18. April 1892 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller.
Friedrich von Bodenstedt - Liebesgedichte und Biographie
Letzte Änderung: 23 Aug 2018 08:33 von Kaninchen.
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25 Aug 2018 07:44 #18915
von Kaninchen
Pflaumenregen
Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.
Doch horcht, wie's rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
daß schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.
Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht naß.
Im Gras herumzufegen,
ist da der größte Spaß.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlaß.
Friedrich Wilhelm Güll
Friedrich Wilhelm Güll (* 1. April 1812 in Ansbach; † 24. Dezember 1879 in München)
war ein deutscher Dichter, der vor allem durch seine Kinderlieder bekannt wurde.
Pflaumenregen
Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.
Doch horcht, wie's rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
daß schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.
Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht naß.
Im Gras herumzufegen,
ist da der größte Spaß.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlaß.
Friedrich Wilhelm Güll
Friedrich Wilhelm Güll (* 1. April 1812 in Ansbach; † 24. Dezember 1879 in München)
war ein deutscher Dichter, der vor allem durch seine Kinderlieder bekannt wurde.
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26 Aug 2018 07:58 #18927
von Kaninchen
Zum Heiligtum wird uns der Garten
Zum Heiligtum wird uns der Garten.
Heilig das kleinste Stückchen Land,
Wo wir der Blumen liebend warten,
Die wir gepflanzt mit eigner Hand.
Ob in den Gärten rings umher
Auch andre Blumen stolzer prangen:
Doch die uns selber aufgegangen,
Die eignen Blumen freun uns mehr.
Wir sehn im Lenz die Blätter sprießen.
Die künft'ge Rose ahnungsvoll
In zarter Knospe sich verschließen,
Die herrlich sich entfalten soll.
Und der verwelkte Rosenstrauch,
Des´ Duft und Glanz uns einst entzückte,
Als ihn die Pracht des Sommers schmückte.
Bleibt teuer uns im Herbste auch.
So kann auch Liebe nicht vergessen,
Ob ihre Jugend längst verblüht,
Was sie an jungem Glück besessen,
Der Duft und Glanz lebt im Gemüt,
Und was der Winter auch verweht:
Die Zeit des Knospens und des Glanzes,
Bleibt uns im Geist als schönes Ganzes,
Wir wissen, daß es neu ersteht.
Mag mehr und mehr das Alter geizen
Mit dem was Jugend reichlich beut
An äußern Gaben, holden Reizen —
Wer sich bewährter Liebe freut,
Behält ihr bestes Teil zurück.
Was außen welkt, erblüht im Innern,
Das Herz bleibt jung und sein Erinnern
Bewahrt uns das vergangne Glück.
Friedrich Martin Bodenstedt
Denkmal für Friedrich von Bodenstedt in den Nerotalanlagen, Wiesbaden
Friedrich Martin von Bodenstedt war ein deutscher Schriftsteller.
Geboren: 22. Apr 1819 · Peine, Deutschland
Gestorben: 19. Apr 1892 · Wiesbaden, Deutschland
Zum Heiligtum wird uns der Garten.
Heilig das kleinste Stückchen Land,
Wo wir der Blumen liebend warten,
Die wir gepflanzt mit eigner Hand.
Ob in den Gärten rings umher
Auch andre Blumen stolzer prangen:
Doch die uns selber aufgegangen,
Die eignen Blumen freun uns mehr.
Wir sehn im Lenz die Blätter sprießen.
Die künft'ge Rose ahnungsvoll
In zarter Knospe sich verschließen,
Die herrlich sich entfalten soll.
Und der verwelkte Rosenstrauch,
Des´ Duft und Glanz uns einst entzückte,
Als ihn die Pracht des Sommers schmückte.
Bleibt teuer uns im Herbste auch.
So kann auch Liebe nicht vergessen,
Ob ihre Jugend längst verblüht,
Was sie an jungem Glück besessen,
Der Duft und Glanz lebt im Gemüt,
Und was der Winter auch verweht:
Die Zeit des Knospens und des Glanzes,
Bleibt uns im Geist als schönes Ganzes,
Wir wissen, daß es neu ersteht.
Mag mehr und mehr das Alter geizen
Mit dem was Jugend reichlich beut
An äußern Gaben, holden Reizen —
Wer sich bewährter Liebe freut,
Behält ihr bestes Teil zurück.
Was außen welkt, erblüht im Innern,
Das Herz bleibt jung und sein Erinnern
Bewahrt uns das vergangne Glück.
Friedrich Martin Bodenstedt
Denkmal für Friedrich von Bodenstedt in den Nerotalanlagen, Wiesbaden
Friedrich Martin von Bodenstedt war ein deutscher Schriftsteller.
Geboren: 22. Apr 1819 · Peine, Deutschland
Gestorben: 19. Apr 1892 · Wiesbaden, Deutschland
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26 Aug 2018 08:36 #18934
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Ein Pflasterstein, der war einmal
Ein Pflasterstein, der war einmal
Und wurde viel beschritten.
Er schrie: „Ich bin ein Mineral
Und muss mir ein für allemal
Dergleichen streng verbitten!“
Jedoch den Menschen fiel’s nicht ein,
Mit ihm sich zu befassen,
Denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein
Und muss sich treten lassen.
Joachim Ringelnatz
Ein Pflasterstein, der war einmal
Und wurde viel beschritten.
Er schrie: „Ich bin ein Mineral
Und muss mir ein für allemal
Dergleichen streng verbitten!“
Jedoch den Menschen fiel’s nicht ein,
Mit ihm sich zu befassen,
Denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein
Und muss sich treten lassen.
Joachim Ringelnatz
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27 Aug 2018 08:21 #18952
von Kaninchen
Fred Endrikat
Wochenbrevier
Am Montag fängt die Woche an.
Am Montag ruht der brave Mann,
das taten unsre Ahnen schon.
Wir halten streng auf Tradition.
Am Dienstag hält man mit sich Rat.
Man sammelt Mut und Kraft zur Tat.
Bevor man anfängt, eins, zwei, drei,
bums - ist der Dienstag schon vorbei.
Am Mittwoch fasst man den Entschluss:
Bestimmt, es soll, es wird, es muss,
mag kommen, was da kommen mag,
ab morgen früh am Donnerstag.
Am Donnerstag fasst man den Plan:
Von heute ab wird was getan.
Gedacht, getan, getan, gedacht,
inzwischen ist es wieder Nacht.
Am Freitag geht von alters her,
was man auch anfängt, stets verquer.
Drum ruh dich aus und sei belehrt:
Wer gar nichts tut - macht nichts verkehrt.
Am Samstag ist das Wochen-End,
da wird ganz gründlich ausgepennt.
Heut anzufangen, lohnt sich nicht.
Die Ruhe ist des Bürgers Pflicht.
Am Sonntag möcht' man so viel tun.
Am Sonntag muss man leider ruhn.
Zur Arbeit ist es nie zu spät.
O Kinder, wie die Zeit vergeht.
Fred Endrikat
Wochenbrevier
Am Montag fängt die Woche an.
Am Montag ruht der brave Mann,
das taten unsre Ahnen schon.
Wir halten streng auf Tradition.
Am Dienstag hält man mit sich Rat.
Man sammelt Mut und Kraft zur Tat.
Bevor man anfängt, eins, zwei, drei,
bums - ist der Dienstag schon vorbei.
Am Mittwoch fasst man den Entschluss:
Bestimmt, es soll, es wird, es muss,
mag kommen, was da kommen mag,
ab morgen früh am Donnerstag.
Am Donnerstag fasst man den Plan:
Von heute ab wird was getan.
Gedacht, getan, getan, gedacht,
inzwischen ist es wieder Nacht.
Am Freitag geht von alters her,
was man auch anfängt, stets verquer.
Drum ruh dich aus und sei belehrt:
Wer gar nichts tut - macht nichts verkehrt.
Am Samstag ist das Wochen-End,
da wird ganz gründlich ausgepennt.
Heut anzufangen, lohnt sich nicht.
Die Ruhe ist des Bürgers Pflicht.
Am Sonntag möcht' man so viel tun.
Am Sonntag muss man leider ruhn.
Zur Arbeit ist es nie zu spät.
O Kinder, wie die Zeit vergeht.
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28 Aug 2018 07:54 #18964
von Kaninchen
[/i]
Als ich ein kleiner Bub war
Als ich ein kleiner Bube war, War ich ein kleiner Lump;
Zigarren raucht' ich heimlich schon, Trank auch schon Bier auf Pump.
Zur Hose hing das Hemd heraus, Die Stiefel lief ich krumm,
Und statt zur Schule hinzugeh'n, Strich ich im Wald herum.
Wie hab' ich's doch seit jener Zeit So herrlich weit gebracht!
Die Zeit hat aus dem kleinen Lump 'n großen Lump gemacht.
Wilhelm Busch
Als ich ein kleiner Bub war
Als ich ein kleiner Bube war, War ich ein kleiner Lump;
Zigarren raucht' ich heimlich schon, Trank auch schon Bier auf Pump.
Zur Hose hing das Hemd heraus, Die Stiefel lief ich krumm,
Und statt zur Schule hinzugeh'n, Strich ich im Wald herum.
Wie hab' ich's doch seit jener Zeit So herrlich weit gebracht!
Die Zeit hat aus dem kleinen Lump 'n großen Lump gemacht.
Wilhelm Busch
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